Holz wird von mir vorwiegend in Form von Holzweichfaserplatten als Putzträger für Lehmputz verwendet.

 

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Nachdem nun das Bewusstsein in großen Teilen der Bevölkerung durch die UNO-Klimaberichte 2007 und 2015 geweckt ist, wird immer massiver über die Reduzierung des CO2-Ausstoßes nachgedacht.

Wärmeschutz und die damit verbundene Reduzierung der stark steigenden Energiekosten sind ein großes Thema.

Massivholz verfügt über ein gutes Wärmedämmvermögen, sodass durch die Herstellung von Holzweichfaserplatten mit einem vergleichsweise geringen Energieaufwand ein einfach herstellbarer leistungsstarker Dämmstoff entsteht.

Diese plattenförmige Holzfaserdämmstoffe (Holzweichfaserplatten) finden mittlerweile auch für Gebäudehüllen, Innenwände und Geschossdecken, als Unterlage für Parkett- und Laminatböden, als Einblasdämmung, Wärme- und Schallschutz und auch in der Altbausanierung Verwendung.

 

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Ökologie – Herstellung und Entsorgung

Von der Herstellung über die Verwendung bis zur Entsorgung wird die positive ökologische Bilanz von Holzfaserdämmstoffen vor allem dadurch bestimmt, dass ein nachwachsender Rohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verwendet wird. Die meisten am Markt befindlichen Produkte verfügen heute über eine anerkannte bauökologische Zertifizierung.

Die Herstellung erfolgt hauptsächlich aus Nadelhölzern im Nass- oder Trockenverfahren, eventuell unter Hinzufügen von Bindemitteln oder Zusatzmitteln.

Da Nadelhölzer sehr gut verfügbar sind und die Fasern in entsprechender Qualität kann eine sehr hohe Festigkeit der Platten erreicht werden. Verwendung finden Schwarten, Spreißeln und Resthölzer aus Sägewerken, welche zu Hackschnitzel verarbeitet werden.

Entsorgung

Nach Abbruch oder Rückbau der Holzweichfaserplatten können diese sofern sie nicht für spezielle Einsatzzwecke aufbereitet wurden, verbrannt oder sogar kompostiert werden.

 

Verarbeitung

Durch die Nut- und Federverbindung oder den Stufenfalz kann der Zuschnitt mit üblichen Holzbearbeitungswerkzeugen sehr gut erfolgen.

Befestigungen können anwendungsspezifisch mit Breitkopfnägeln, Dämmstoffbefestigern oder Klammern bzw. Breitrückenklammern vorgenommen werden.

 

Verarbeitung

Luftdichtigkeit

Holzweichfaserplatten sind nicht luftdicht, verbessern jedoch erheblich die Winddichtigkeit.

 

Kälte-/Hitzeschutz

Gedämmte Bauteile weisen einen hohen Kälte- aber auch Hitzeschutz auf, durch

– hohe Wärmespeicherkapazität, d.h. Wärmeenergie wird vom Dämmstoff aufgenommen und nicht weitertransportiert;

– die Wärme- bzw. Kältephasenverzögerung, d.h., Nachtkälte oder Tageshitze erreichen gar nicht das Rauminnere;

– kleine Temperaturunterschiede sind auf der Innenseite kaum messbar

 

Brandschutz

Holzweichfaserplatten sind eingestuft als „nomalentflammbar“, jedoch tragen sie nachweislich zum Feuerwiderstand der Bauteile bei, indem sie einerseits den Temperaturdurchgang durch das Bauteil aufgrund ihrer hohen Wärmespeicherkapazität stark verzögern. Massivholz bildet im Brandfall eine ausgeprägte Verkohlungsschicht, die den Abbrand des Dämmstoffes hemmt, und somit für lange Volumenbeständigkeit im Bauteil sorgt.

 

Schallschutz (Trittschall- oder Luftschalldämmung)

Holzweichfaserplatten weisen durch die poröse Faserstruktur und auch durch das hohe Raumgewicht eine hohe schallabsorbierende Wirkung auf.

Dies wird belegt durch zahlreiche Prüfungsverfahren.